Die Lebens-, Liebes- und Leidenslieder von Lucinda Williams begleiten mich. Endlich kann sie die Songs gestalten, wie sie möchte. Dafür hat sie ihr eigenes Plattenlabel gegründet. Down Where the Spirit Meets the Bone ist von 2014, The Ghosts of Highway 20 erschien 2016. Beide Alben haben Überlänge, sind, wie man früher sagte, Doppelalben. Die Songs dürfen atmen, bekommen Raum, die Gitarren erzählen ihr Eigenes. Niemand hetzt, niemand zählt die Sekunden zu Minuten hinunter. Das gute Wissen findet sich ein zur gegebenen Zeit und klingt. Highway 20 hat sie ihre Firma genannt. Der Highway 20 durchquert die Vereinigten Staaten von Amerika von Ost nach West. Eine nicht länger zurechtgestutzte Lucinda Williams ist das Beste, was geschehen konnte. Ich liebe East Side of Town, kleine und deutliche Ansprache an einen Politiker, der punkten möchte mit Volksnähe und seiner ausgestellten Achtsamkeit.
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