Mit den Augen, den Ohren, den Sinnen

Interview mit Frank Zappa, 12. August 1984, darin der Satz: „You have a piece of time and you get to decorate it.“ (Ein Youtube-Kommentator schreibt: „This is the best description of human life – from birth to death – that I ever heard.“) Zappa beschrieb damit sein Gitarrenspiel auf der Bühne, jeden Abend neu und abweichend, folgend den Bewegungen der Band und seinem Instinkt. Andere Gitarristen spielen jeden Abend dieselben Akkordfolgen – welche Art von Musik ist das? fragte Zappa. Leben als Wiederholung. Musik als Produkt oder als Kunst, lebendiger Ausdruck? Darum geht es in dem Interview.

Alle machen es so, sagten die anderen entschuldigend und ließen sich verkaufen, verkauften sich, bekamen ihr Geld, wurden reich und berühmt, wie sie es sich gewünscht hatten in ihren Unterlegenheitsängsten und Überlegenheitsphantasien. Teil der Unterhaltungsindustrie werden, nach ihren Gesetzen antanzen und auftanzen, Videoclips filmen auf eigene Kosten, die MTV-Manie. Zappa sagt: Man schaut ein Video ein paarmal, dann hat man alles gesehen und will Neues sehen. Aber ein Lied, das einem etwas bedeutet, hört man unendliche Male. Der Augensinn, läßt sich folgern, ist dem Jäger zu eigen und nutzt sich in der Wiederholung ab.


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