Dieses Frühjahr schlimmer als andere. Als müsse ich neu geboren werden, noch einmal in die Welt geworfen. Durch einen engen Kanal gepreßt nach draußen in das harte Licht der Wirklichkeit, die aus schmeichelnden Sonnenstündchen und eisigen Nordostwinden besteht. Mal soll ich schnellstens hinaus, mal soll ich drinnen bleiben und noch warten. Das geht im Takt der zunehmenden Tage vor und zurück, die Angaben und Befehle sind widersprüchlich, ich sitze fest und interpretiere die jeweils letzte Nachricht. Das dauert Tage, während ich keine Luft bekomme in dieser Enge unter Druck. Dann scheine ich draußen zu sein und ertaste Hauswände, bin schon sehend, kann schon gehen und sogar allein. Bald schon Tanz in den Mai. Erst dauert es ewig, dann jagen sich die Festlichkeiten. Zeit wird gedehnt und gerafft. Wer macht das, ich mache bestenfalls schlimmstenfalls mit. Das Leben will mich gehorsam, der Verstand streikt ein bißchen.
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