Die Mauersegler sind zurück, vorzeitig. Noch sind sie verhalten, schreien ihre Triumphe nicht schamlos hinaus. Endlos drehen sich die Kreise der Rummelmaschinen. Dawson City in der Hasenheide – nur bunter, nicht lauter als damals. Ich wäre gern ein Glücksspieler, einer, der alles gibt für eine Strähne aus goldenem Haar. Ich lief los und dachte: O ihr tragenden Bäume. Die Platanen wie frisch geschält, blank und nackt. Alte Wege eingeschlagen. Dort war ich traurig, dort war ich froh. Es fing auch an zu regnen, wunder was. Ich lief die große Tour. Ratiborstraße, eine norwegische Waldkatze ist entlaufen, wird gesucht. Die Bar ist verschwunden, es wird renoviert. Oberbaumbrücke: Frau, Mann und Hund liegen in einer überdachten Nische und schlafen, Matratze und Schlafsäcke, das Hab und Gut in Plastiktüten, unter ihnen der Spreefluß. Kauernd der Mann am Schlesischen Tor, er rauchte, da war nicht mehr viel Leben, und wo schläft er jetzt (mitten in der Nacht)? Friedrichshain jenseits der Gleise, selbst das probierte ich heute aus. Man kann Welten wechseln wie Hemden. Ring-Center am Frankfurter Tor, Drehtür. Wäre ich bei Verstand gewesen, hätte ich die Installation zerstört. So wartete und trottete ich mit, im Idiotenhalbkreis nach Maßgabe der eingestellten Drehgeschwindigkeit. Mit der Schnellbahn zurück, die Dealer an der Hermannstraße, laut, gruppenhaft, aufdringlich. Es gibt ein falsches Leben im richtigen.
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