Filmschleifen

Die Vögel. Krähen. Hitchcock. Sadismus. Der Wimpernschlag einer Krähe, das Auge zu, das Auge auf, dieses Schimmern, als schaue einen die Hexerei an. Das Fenster auf, die Nacht herein, heute war es heiß. Es gab Erdbeerkuchen und schöne Gespräche im Salon. Die Gedichte schreiben sich in mir, eines nach dem anderen. Nur manchmal fehlen Stift und Papier. Schick die Raben suchen, befreunde sich ihnen. Als die Nebelkrähe versuchte, aus einem überdachten Abfalleimer Nahrung zu ziehen, befand sie sich in mißlicher Lage. Sie wußte das und wirkte seltsam hilfsbedürftig. Ich hätte fragen mögen, was ich für sie herausziehen soll. Doch ich spreche eine andere Sprache, so lief ich weiter und hatte auch einen Termin, eine Uhrzeit meines erwarteten Erscheinens. Es gibt diese Abfalleimer nicht oft, sie hängen an Laternen oder sind an Ständern festgemacht, zwischen Deckel und Eimer ist eine Handbreit Platz, da paßt die Krähe durch, wenn sie sich schräg hält und geschickt ist. Warum Sadismus? Wegen Hitchcock, er quälte vor allem seine Darstellerinnen, vermutlich, weil er selbst ein Gequälter war. Psychologie erscheint erschreckend einfach. Nahrung finden, dem anderen ein Auge aushacken, damit es nicht das eigene ist.


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