Ich fürchte nein

Als ich Kind war, verbündete ich mich instinktiv. Mit den Amazonas-Indianern, von denen ich das wußte, was wir heute wissen, nämlich nahezu nichts. Man kann sie nicht besuchen, und wer sie besucht, darf berichten, was schwer zu verstehen ist. Was soll berichtet werden aus einer Wirklichkeit, die aus Einkesselung und Altertümlichkeit besteht? Zurückgebliebenheit symbolisiert? Abgeschiedenheit demonstriert und reklamiert? Man müßte Menschenwürde verstehen, um solches Leben gelten zu lassen abseits gängiger Ideen und auch zu verteidigen. Das käme einem Plädoyer für die Verschiedenartigkeit gleich, für die Würde des wirklich anderen. Es bedeutete einen Verzicht auf die Universalität der europäisch-amerikanischen Werte. Schaffen wir das?


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