Ich korrespondiere mit der Fasson, doch ich bin nicht ihr Bestandteil. Gemeinsam gehören wir einem Ganzen an, in dem die Fasson das große Sagen begehrt. Sie installiert die Regularien, ventiliert die Themen, kontrolliert den Verlauf, zensiert die Akteure, motiviert den Nachwuchs, zelebriert die Beweihräucherungen, missioniert die Ungläubigen, demissioniert die Renegaten, zentriert und nivelliert die Machtstrukturen, evaluiert die Vergleichsdaten, perpetuiert die Erfolgsmodelle, relativiert die Mißerfolge, bagatellisiert die Vergehen und historisiert die Verbrechen, katalogisiert, klassifiziert, modelliert, aktualisiert und zertifiziert die laufenden Verfahren, kommentiert die Verhältnisse, optiert für sich selbst, optimiert die Programme, immunsiert sich gegen Anfälligkeiten und substantielle Kritik. Und dies ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was geschieht. Dafür gibt es das Fremdwort System. Wer im System steckt, kann hinausschauen in die Weiten dort unten und draußen – oder ein Fenster öffnen und springen, aufschlagen. Das System ist eine moderne Burg, daher ohne Burgherr, ohne Burgfräulein und ohne Gnade, dafür mit Mitbestimmung. Das System ist die Verkörperung von Objektivität und Rationalität, es transzendiert Geist, indem es ihn vom Träger emanzipiert. Der Geist des Systems materialisiert sich in seinen Strukturen und der Hierarchie, die die Subsysteme anordnet. Alles hat seinen Platz. Jeder ist untergebracht. Weh jenen, wohl jenen, die draußen bleiben müssen, draußen bleiben dürfen. Freiheit kostet Nerven, Mut und Geld, manchmal auch Freunde. Das ist nicht zu gering bezahlt.
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