Nicht weit vom Stamm?

Seltsam, die Spuren des Kindes im Verhalten und in den Gesichtern der Eltern zu suchen. Als käme es von dorther. Von wo kommt es denn sonst? Eintrag im Tagebuch: Guter Eindruck vom Vater, einen schlechten von der Mutter, die etwas Verstelltes und Maskenhaftes hat, nicht „echt“ ist, hintenherum denkt und handelt. Kein harmonisches Paar, starke Spannungen. Die Tochter achtet ihren Vater, verachtet ihre Mutter, die keinen Standpunkt hat, aber viele halbgare Meinungen. In ihr, der Mutter, etwas Unerbittliches, Grausames – kaum Wärme, Liebevolles. Mißgunst in den Augen, um den Mund. Schlimme kleine Falten, die Böses verraten. Sie konnte sich nicht zu sich selbst befreien. Gefangenschaft macht häßlich.


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