Auf Spesen

Es gibt keine Raststätte des Geistes, sofern der Geist einmal aufgescheucht wurde und sich nicht mehr zu binden weiß an ein begrenztes Geschick. Also irrt er fort, ohne daß sein Irren etwas Niederes hätte. Deshalb heißt es suchen oder spüren. Spüren verweist auf eine Spur, ein Jagdinstinkt ist im Spiel. Ohne Spur gibt es nicht leiseste Ahnung. Verirrt. Warten auf ein Zeichen, Suche nach einem. Endlich ein solches – leider unklar, verzerrt, verwaschen. Besser als nichts, eine Hypothese gibt es her. Geist kann sich binden, bekommt Obdach, verpflegt sich auch. Anschließend weiter, nach zwei Tagen, drei Jahrzehnten oder vier Jahrhunderten. Wer will kleinlich sein, wenn es um Großes geht.


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