Nach dem leuchtenden Herbstlaub

Das Tempelhofer Feld bei hereinbrechender Dunkelheit. Hinter den Häusern des Tempelhofer Damms verschwimmt glutrot die Sonne im schwarzblauen Meer der Nacht. Eine Wolke über dem Hangar bildet einen Kranich nach, der nach Südwesten will. Ich wende mich um und sehe, wie im Osten der Mond aus den Dächern der Oderstraße steigt, fahlgelb mit einer Fehlstelle oben links. Die Augen des Mondes liegen tief, der Mund hängt schief. Daraus wird dann eine Art Lächeln werden. Das Feld ist flach und weit und ich suche vergeblich meinen Augen einen Halt. Mir ist, als müsse ich stürzen. Ich leide nicht unter Agoraphobie, doch dieses Feld ist furchteinflößend. Es liegt hingestreckt wie zur Landung einer fürchterlichen Übermacht, als müsse Geschichte geschrieben werden, und zwar schleunigst.


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