Die Stadt ist klein, vom Bahnhof sind es wenige Fußminuten zum Marktplatz. Es ist ein Samstag, die Einwohner versorgen sich für das Wochenende. Der Brunnen, um den die Marktstände aufgebaut sind, plätschert. Man steht beisammen und tauscht Neuigkeiten aus, die Körbe und Taschen abgestellt, so viel Zeit muß sein. Die Kirchturmglocke schlägt die Mittagsstunde. Der Fremde geht durch das hindurch, er hat es nicht eilig. Das Hotel liegt in einer Seitenstraße, Zur Goldenen Gans. Oktobersonne läßt die roten Ziegeldächer leuchten. Die Fachwerkhäuser sind herausgeputzt für die Photographien, stehen aneinander gelehnt wie gute Freunde. Niedrige Decken, schiefe Wände, Inschriften. In der Kirchgasse hallen die Schritte, ein Taubenschwarm fliegt auf. Der Mann bleibt stehen und sieht ihnen nach. Das fettige Klatschen ihres Gefieders. Die Glocke hat aufgehört zu schlagen. Er faßt in die linke Brusttasche seines Mantels, um sich zu vergewissern. Nicht wieder wehrlos sein.
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