Neben mir tönt ein Bärtiger im schlimmsten Profilierungsalter in ein sündhaft teures Smartphone neueste Nachrichten aus seiner Coworking-Erlebniswelt. Er ist nicht allein, wir sind nicht zu zweit, der Waggon ist gerammelt voll. Alle sehen sich an, atmen tief und hörbar ein. Er merkt nichts, quasselt unaufhörlich und wie vor dem Spiegel. Wir hören, wie er sich gefällt, wenn er bestimmte Wörter und Redewendungen benutzt. Die sind für ihn wie klingende Münzen, die funkeln so falsch und schön wie Modeschmuck. Er ist ganz auf der Höhe seines Talents, vielleicht wird es nie wieder so schön.
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