Zuhause – das war einst eine ganze Landschaft, darin ein Haus, ein Hof, die Ländereien, die eigenen Leute und die anvertrauten Tiere. Zuhause ist jetzt eine Wohnung im Innenraum der Stadt, ein Geviert im Geviert von Straßen und angrenzenden Parks, Stätten des Einkaufs und der Einkehr. Kein Makel, ich habe mich zu verstädtern gelernt. Nun kann ich, nach zwanzigjähriger Übung, blicklos an entgegenkommenden Menschen vorbeilaufen – doch ich tue es selten. Jeder zählt auf dem Dorf – und deshalb nicht in der Stadt? (Umschlag ins Qualitative?) Heimkehr, wenn ich abends die Wohnungstür aufschließe und meinen Raum betrete. Schutz, Geborgenheit, köstliche Stille. Schweigend die Bücher, ruhend die Gegenstände, völlig in Ordnung so wie sie sind (liegend, stehend, verdreht, hingeworfen, aufgestapelt, umgestürzt). Ausatmen. Erschöpfung spüren, und dann diese neue kleine Idee, schreib einen Text, versuch es. (Wir duzen uns seit langem, sind vertraut.)
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