Wer zuletzt lacht

Tagebucheintrag von heute mittag: „Ich weiß nicht, ob dies hier die Einsamkeit ist. Ich fühle mich nicht einsam, nur ein wenig verloren. Ich darf ja aus dem Haus, kann mich mit einer Person verabreden, spazieren gehen, reden. Die Geschichte nimmt uns alle mit, was soll man reden und mit wem? Über Klopapier, Desinfektionsmittel, Mundschutz, Infiziertenzahl (vermutlich 80.000), Tote (vermutlich 800), Zahl der Neuinfizierten, Verdopplung alle sieben Tage. Über den Unterschied zwischen Ausgangssperre und Ausgangsbeschränkung, letztere haben wir.“ Ich bin nicht apathisch, nicht paralysiert. Ich genieße es nur, nichts sagen zu müssen. Und dann will ich es doch. Inmitten dieser großen theatralischen Absurdität, fast schon Albernheit. Mir fehlen Leute, die den Humor eines Gottes haben.


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