Montag (durchstehen) und Maske

Tag, zu dem ich keinen Zugang gefunden habe. Grauer Montag. Er verlief, es regnet und gab etwas Wind. Der Regenschirm liegt in der Badewanne. Ich war einkaufen, ich war spazieren, ich habe gearbeitet. Nichts Besonderes fiel mir heute ein, ich war ohne Zugang. Wenn das das Leben ist, können sie es ohne mich treiben.

Zuletzt noch warmes Licht von der tiefstehenden Sonne, ausgegossen auf das grünste Grün aller Zeiten. Die Straßenbäume strahlten im Kleid ihrer Schönheit und Pracht. Das Tempelhofer Feld, frisch gemäht und sauber wie selten, lag ausgebreitet wie hundert Golfplätze.

Nun ist er fast zuende, kühler Regenmontag, und ich schäme mich, daß ich schlecht von ihm sprechen wollte. Dem Tag eine Chance geben, und die, die schlecht beginnen, Tage, werden oft noch die besten – habe ich das nicht geschrieben, ganz zu Beginn, im März vor fünf Jahren, als ich diese endlose Textrolle zu beschreiben begann.

Mit der Maske vor dem Gesicht kann ich mich nicht angemessen benehmen. Mir wird eng und ich rede seltsam. Als sei ich abgeschafft worden. Ich benutze mein Gesicht nämlich, wenn ich spreche.

Eben habe ich mich an einem Blatt Papier geschnitten. Blut schmeckt nach Eisen, Vampire haben einen eigenartigen Geschmack.


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