Dabei sein ist alles

Was tun wir hier eigentlich? Worum geht es – wovon handelt dieser „großangelegte“ Roman, in dem wir eine gewisse Rolle spielen sollen? Welchem Genre ist er zuzuordnen – noch dem Realismus? Figuren haben sich zu fügen, ich weiß ja. Also darf ich abwarten, was der Autor mit mir vorhat. Jedenfalls läßt er Gedanken in mir zu, die seinem Vorhaben abträglich sein könnten. Ich halte von der Sache, wie sie läuft, nämlich nicht sonderlich viel. „Eigentlich …“, sagt die Figur, die ich bin. „Eigentlich“, sagt sie, „ist Leben etwas Großes und Verehrungswürdiges. Menschen aber haben es zu einer Routineveranstaltung herabgewürdigt – oder, wenn mal ordentlich was los ist, zu einer Parodie aus Gezappel und Gezeter. Wer will da freiwillig mitmachen?“ Der Antagonist in mir (ich weiß nicht, ob der Autor von ihm weiß) runzelt die Augenbrauen und schüttelt mißbilligend mit dem Kopf. „Es liegt im Auge des Betrachters“, sagt er.


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