Ernst Traurig

Ernst und traurig fühlte ich mich einen Tag lang. Man hätte daraus einen vollständigen Namen fertigen können. Ich war Ernst Traurig, Held für einen Tag, unbekannt den Massen. Ich hielt es mit wenig, sprach ein paar Sätze, war dessen dankbar. Daß man mich grüßte, galt mir viel. Gewogenheit ist es. Ernst Traurig zehrte davon, es gab ihm. Nun ist er fort, und ich winke ihm nach. Danke fürs Überstehen. Zwischen allem, was ist, klafft ein Spalt. Es ist töricht, die Übergänge zu leugnen. Niemand spräche von Brücken, wenn da nicht etwas wäre, in das man fallen kann. Es würde mich befreien, kurze Zeit lang jemand anderes zu sein. Ich fesselt und schnürt ein. Zugleich trommelt es zusammen und mobilisiert. Schon sind wir angetreten, wir vielen, getarnt als eine Person. Kein Grund zu weinen. Man muß gar nicht glücklich sein.


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