Aufgeregte junge Vögelchen lernen das Fliegen. Sie umschwirren noch ängstlich das Nest im Efeu an der Hauswand mit aufgeregten Stimmchen. Doch sie fallen nicht zur Erde, sie können wirklich und tatsächlich fliegen, ganz aus eigener Kraft. Schon schaffen sie es bis zum nächsten Gebüsch, über meinen Kopf hinweg, mit noch immer viel zu schnellen und hektischen Bewegungen ihrer Flügel. Wie Menschenkinder, die schwimmen lernen und ganz schnell paddeln, um nicht abzusinken. Im nächsten Gebüsch sitzt der Geschwistervogel, der sich vorgewagt hat und anzeigt, wo er sitzt und wartet. Laute Begrüßung und schnelles Flügelschlagen des Ankömmlings. Die Angst darf nicht siegen, auch wenn das kleine Herz pocht und pocht.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.