Groß

Große Furcht, großes Nichtwissenkönnen. So gibt man sich fügsam, unterwirft sich, verehrt sogar.

Da nun „Gottes Wille“ kaum mehr zu zählen scheint, sind wir auch nicht mehr entlastet. Auf uns kommt es an, auf den einzelnen, auf jeden.

Die Ergebenheit ist fort. Schicksalsergebenheit. Ich habe solche Worte noch gelernt. Dann nahmen das die Wissenschaftler in die Hand.

Ich stehe auf der Schwelle zwischen der alten und der neuen Welt, so wie vor mir die Eltern auf ihr standen, und vor ihnen ihre Eltern, und so fort.

Die laufende Pandemie verschafft uns Ruhe, über solche Fragen nachzugrübeln. Mein Leben ist nicht mehr wie das zuvor. Ich lebe zurückgezogen und widme mich den Wegen.

Ablenkungen sind kaum mehr nötig. Filme, die mich mir wegnehmen, schalte ich aus. Jeder Abend ist wie Heiligabend. Ich bin mit mir und der Welt.


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