Einen Tag werde ich von Gedanken überfallen und kann sie nicht halten, höchstens bemerken. Sie schießen vorüber wie Leuchtspurmunition, und mir ist auch, als würde ich beschossen. Sogar ein Schmerz ist zu spüren. Das ist viel zu viel! möchte ich rufen. Aber das hört ja keiner. Weiß ich doch nicht, woher die Gedanken kommen. Anderntags bin ich stumpf und bestenfalls notdürftig dabei: beim Schmerz- und Bewegungsspiel namens Leben. Daß das immer weiter marschiert, über jedes einzelne Leben hinweg, ist erstaunlich, bewunderswert und schrecklich. Nackt ist es nicht auszuhalten, man braucht was um sich herum. Auf den Straßen erfrieren die ohne. Halt die kleinen Münzen bereit, wenn sie durch die Waggons stolpern. Januar ist eine ehrliche Haut. Aber sie wärmt nicht. (Alte Schlager hören?)
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