Entscheidung – Scheidung – 2. Richtungen und Wege. Links oder rechts. Vor oder zurück. Dafür oder dagegen. Ja oder nein. Und weitere solcher Sachen – jeder kennt sie zur Genüge. Aber wer stellt die Frage, wer fordert die Entscheidung ein? Wenn es nicht meine eigene ist, kann ich durchatmen. Ich muß nur bemerken, daß ich bedrängt werde, daß mich jemand nötigt und auf eine, nämlich seine Seite ziehen will. Höflich nenne ich das ein Angebot. Ich weiß nicht, ob man jeweils selbst wirklich eine Entscheidung trifft. Vielmehr trifft sich die Entscheidung aus sich heraus, will es mir scheinen. Ich habe gar keinen Zugang zu so etwas Fremdem wie einer Entscheidung, die ich nicht gesucht und also auch nicht hergestellt habe. Sie ist mir schlichtweg lästig. Ich lebe doch nur und gebe das, was ich kann. Offenbar paßt das nicht recht und soll passender gemacht werden. So werde ich verbogen. Das ergibt Schmerzen. Ich brauche keine Schmerzen mehr. Ich bin gegen diese Entscheidung, ich werde mit Nein stimmen.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.