Streichholz

Warum nicht was Richtiges lesen? – Ich bin mir unsicher, ob wir es hier mit Leben zu tun haben. Eher um eine Form des Versteinerns, um Versuche, Dauerstadien zu erschaffen. – Marmelade einkochen, hatbar machen durch den Einsatz von Hitze und Zucker. – Derart wird in die Länge gezogen, sogar das Sterben. – Es geht um nichts; es sei denn, man schafft sich was, um das es geht. Das bleibt Privatsache. – Man könnte das Gesamtprogramm jederzeit beenden. Wir sind fertig, holt uns ab. – Lieber auf die Wäscheleine gehängt werden als an einen Galgenstrick. – Nur noch einmal auf die Malediven, Süße. Dann aufs Land, ich kauf uns was. – Mir ist langweilig, ruf bei Netflix an, du kennst doch den Chef. – Daß man das mitanhören muß, ist Teil des Anforderungsprofils. – Verstehen Sie die Menschen? – Welche Menschen, und warum fragen Sie ausgerechnet mich? – Mantel mit Hut wie in den Sechzigern, es wird wieder geraucht. Schon ist eine Kamera vor Ort mit vierundzwanzig Bildern Wahrheit pro Sekunde. – Was für ein Pathos, stöhnt das abgehalfterte Ich.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Streichholz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert