Hoffnung auf Nichtausgestorbensein. Vielleicht gibt es doch noch ein Exemplar. Wildes und wehes Hoffen damals, als ich ganz klein war und Der letzte Mohikaner sah und darüber verstehen lernte, was es heißen mag, auszusterben. Wild und verwegen, so zu hoffen. Jemand ist gestorben und absolut (sagt man) tot – aber neben dem Weh nistet noch ein kleiner Rest Hoffnung: daß es (das Faktum) nicht wahr ist, vielmehr nur geträumt oder von übelwollender Seite behauptet. Relativ tot? Da müßte man die Relationen einsehen können. Können wir nicht. Ich beanspruche mein Recht auf Nichtwissen. Wo ich spekuliere, werde ich das kennzeichnen. Obskurantismus liegt mir fern. Ich entwickle nur fortwährend einen Sinn für die Begrenztheit aktueller Beschreibungen von Wirklichkeit. Auch diese Kultur fesselt und leitet Blicke, lenkt sie in Richtungen, ignoriert anderes. Kaum aber gerät man in „Alternativen“, stößt man erneut und verstärkt auf Glauben und Glaubenwollen. Das taugt nichts. Wie komme ich auf das Ausgestorbensein? Das war gestern ein Thema – ausgestorbene Hunderassen.
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