Allgemein und besonders

Letzten Endes schrecken Menschen vor der Freiheit zurück. – Wann begriff ich das? Mit sechzehn, siebzehn. Freiheit ist die Endlosigkeit und Unendlichkeit, fast schon ein weißes Nichts. Freiheit ist die Abwesenheit von erzieherischem Zwang, von Aufsicht auch, sogar von Verantwortung. Tu es doch! Freiheit ist der Schritt vor das Tor der schützenden Burg, Freiheit ist Ungeborgenheit. Was bietet Freiheit außer Ehrlichkeit und ernsthafter Bedürftigkeit? Den Stolz des Wagemuts und die Lust am Wellenreiten und die Gewißheit, diesmal ausschließlich und allein verantwortlich zu sein für das, was geschieht. Daher die Denkmäler für jene, die es wagten. Auch die Bannflüche auf der Rückseite des Ruhms. Vogelfrei von Agnès Varda beeindruckte mich damals sehr, aber die Heldin stirbt. Man müßte viel mehr noch sagen, aber es ist bereits Freitag.


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