Nichts wegwerfen

Die Photographie hängt versteckt hinter dem Schirm der großen Stehlampe. Mein Vater hat sie mir geschenkt. Sie wurde ihm geschenkt zu einem Jubiläum, er gab sie weiter an mich. Ein alter Mantel, eingestaubt, starr vor Schmutz, hängt an einem Haken in einem Stall, einer Scheune oder einem Schuppen. Das Licht fällt von dort ein, von wo gesehen wird. Rechts ist der Schatten, grenzt das Schwarz an. Über diesen Mantel habe ich oft nachgedacht, man sagt auch: meditiert. Mantel eines Kriegsheimkehrers, Mantel eines Bauern. Nicht fortgegeben in die Sammlung, auch nicht aufbewahrt im Kleiderschrank, der Garderobe nicht mehr würdig. Mantel für draußen, Mantel für die Arbeit in Wetter und Wind. Mantel des Heimfindens Mantel des Überlebens. Der Krieg ist vorbei, die Arbeit geht weiter.


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