Da ich erneut Das Boot sehe, frage ich danach, was gewonnen ist, wenn wir Zuschauer wissen oder zu ahnen beginnen, wie es gewesen sein mag auf einem Unterseeboot der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Daß es eng dort unten ist und nicht gut riecht – daß die Langeweile entsetzlich an den Nerven zehrt (zerrt) – daß es grobe und feine Menschen gibt, und daß sich in groben Menschen das Feine zu verstecken hat – daß die Verrücktheit darin besteht, diese gemeinschaftliche Eingeschlossenheit zu ertragen und nicht verrückt zu spielen – daß es ein verwegenes Spiel ist und auf Leben und Tod, für ein Vaterland in den Kampf zu ziehen, das von seiner Führung geschändet, mißbraucht und verraten wird – daß das eigene Überleben nur eines der bescheidenen Ziele ist und es auf Kosten anderer geht. Ja, das läßt sich wissen, ohne diesen Film zu sehen. Er liefert die Bilder, die Szenen, die Einzelheiten. Das ist es, was ein Film leistet. Er führt uns heran und hinein – genau dorthin, wo der Schmerz beginnt.
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