Zur Logik des Krieges gehört, dem Andersdenkenden üble Motive zu unterstellen, gehört, nicht mehr diskutieren zu können – auch nicht zu wollen. Die Sache scheint ja klar, und die Seitenwahl ist längst erfolgt. Welche innere Instanz sie vorgenommen hat, bleibt dabei geisterhaft verschleiert. Es wird die Vernunft gewesen sein. Im Krieg gibt es seitens der Beteiligten keinen dritten Standpunkt. Wer nicht dafür ist, ist dagegen – also ebenfalls Feind. Neutralität setzt Distanz und Unerreichbarkeit voraus. Die ist nicht mehr gegeben, wenn die Truppen rekrutiert werden. Daß es überhaupt welche gibt, die an dem Sieg der guten Sache zweifeln (also am Sinn des Krieges), wird als bedrohlich empfunden. Am liebsten hörte man sie nicht oder wüßte sie abgeschlossen in einem fernen Woanders. Der verhängte Spiegel. Zugleich sind sie wichtig, denn über sie läßt sich zeigen, daß die Aufklärungsarbeit fortgesetzt und die Anstrengungen erhöht werden müssen. Mobilisierung ist der Schlüssel zum Erfolg.
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