Im Krieg duldet man keine Strategiediskussionen, schon gar nicht Erwägungen darüber, ob der Feind wirklich ein Feind ist. Die Strategiedebatten sind der Heeresleitung zugeordnet, nicht der kämpfenden Truppe (nicht dem gemeinen Soldaten) – und erst recht nicht der Öffentlichkeit. Solange gekämpft wird, ist der Kampf gut und gerechtfertigt. Gekämpft wird, bis der Feind besiegt ist. Krieg ist Nervensache, nichts für Zartbesaitete. Wer zuviel differenziert, schwächt die eigene Sache. Für den Sieg ist Gefolgschaft gefragt und beherztes Mitmachen. Wer sich weigert, macht sich verdächtig. Defaitismus, Fahnenflucht, Landesverrat. Nicht umsonst gehört man einem Sozialwesen an.
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