Früher und später

„Jeder soll der Held seines eigenen Lebens werden“, sagt Matthias Schweighöfer als Titelheld der Filmbiographie Schiller aus dem Jahr 2005. „Es ist immer das Gleiche mit ihm – er hofft zu viel und fürchtet zu wenig“, entgegnet sein Filmvater (Michael Hanemann), der ihn im Kerker aufsucht. „Ich bin zu etwas Großem aufgehoben“, beharrt der Jüngling. Der Vater: „Ich hatte versucht, ihn zur Vernunft zu bringen – aber unter dem Epochalen will er es wohl partout nicht machen.“ Und übergibt seinem Sohn wortlos Buch und Bleistift, damit „er“ schreiben kann.

„Früher an später denken“, steht auf dem Plakat gegenüber der Fahrgastplattform am S-Bahnhof Zehlendorf. Es wirbt für eine Vermögensberatung und zeigt als Brustbild einen wohlgenährten Sprecher, der dazu auffordert, die derzeitige Krise als Anlagechance zu nutzen.


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