Soll doch jeder den Namen seines Gottes selbst nennen

Als ich von American Gods (Neil Gaiman) hörte, war ich angetan. Ein Barmann erzählte mir davon. Ich stellte mir vor, wie es aussähe, wenn man zeigen könnte, welche Götter und Gottheiten aktiv sind, auch wenn sie längst als abgetan und inaktiv gelten; und ich stellte mir auch vor, wie die alten Götter auf die neuen stoßen. Die neuen Götter müssen sich unter Beweis stellen, denn sie sind ohne Geschichte, noch ohne Ruhm und Ehre. Sie werden sich aufplustern und ihre Macht demonstrieren. All dies in einem Buch geboten zu bekommen oder Jahre später in einem Verfilmungsversuch – große Geschichte! Ein solches Vorhaben faßt dort an, wo meine Vermutungen hingehen: daß wir nämlich in einem sehr gläubigen Jahrhundert leben, nur die Götter, die angebetet und denen Folge geleistet wird, noch nicht als solche anerkannt sind. Sie werden herumgereicht und besichtigt und beschnüffelt, aber niemand nennt sie eine Gottheit. Stattdessen bekommen sie zweckdienliche Namen wie …


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