Alles ist möglich, wissen wir doch

Am Alexanderplatz, Döblin hab ihn selig, roch es nach Urin mit einer Spur Menschenkot darin. Mächtig heiß der Sonntagnachmittag, die bodenversiegelte Fläche um die Nuttenbrosche war nahezu menschenleer. Bald ist wieder Weihnachtsmarkt mit Holzhütten und Glühweinständen. Ein Straßenhändler mit Fußballnationalmannschaftsflaggen stand im Gespräch mit einem Kumpel neben einem der kugelrunden Abfallbehälter. Der Kumpel hatte eine kleine Tochter dabei, die herzhaft gähnte. Das entsprach der Stimmung in dieser Weltstadt Berlin vor ein paar Stunden. Man kann nun in die zwei Innenhöfe des Stadtschlosses. Ich mag sie. Das Schloß halte ich für absurd, aber es sieht gut aus. Jetzt müßte man die ganze Chose zum Leben bringen und das Neuschloß bespielen. Nicht edelpuffmäßig, sondern wirklich gekonnt. Mal sehen, was geschieht. Vielleicht gibt es ja auch eine Revolution.


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