Das eigene Leben steht auf der Kippe. Nicht objektiv, mag sein, aber subjektiv. Ich habe oft darüber nachgedacht, ob es nicht besser sei zu gehen. Ich denke diesbezüglich nicht allzu konventionell, strebe es auch nicht an. Mit dem positiven Denken habe ich es probiert, es war fade. Aber ich kenne die Begeisterung, den Taumel des Glücks. Nach Jahren kann ich mich nun mittig halten, die Depressionen mit den Aufschwüngen oder Aufsprüngen vermitteln. Nichts daran ist pathologisch, vielmehr menschlich. Ich kann nicht seicht sein, das klappt nicht. Ich habe es versucht, es wäre auch erfolgversprechend gewesen. Bitte etwas mehr Mittelmaß, gaben sie mir zu verstehen seitens der beauftragten Agentur, als ich Eigenwerbung für die Berliner Zeitung textete. Das war kurz nach 9/11. Die Agenturen ringen mit ihren Auftraggebern um Intelligenz und Originalität. Meistens behält das Mittelmaß recht. Ein Wort reißt das nächste nach sich. Ich habe anders begonnen, bin nun hier gelandet. Die Schweiz hat fußballerisch Frankreich besiegt.
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