Rote Rosen

Anfälligkeit für Glanz und Pomp. Das Ausgefallene bevorzugend. Großartig sein wollen. In der Überzeichnung die Wirkung erkennen. Feinfühligkeit ersehnend, aber ablenkbar sein gegenüber stärkeren Reizen. Der Form den Vorrang einräumend gegenüber dem Inhalt, aber nicht aus Diskretion. Der Oberfläche verhaftet sein, dem Sinnentrug hingegeben, durchaus wollüstig. Rausch des gegenwärtigen Moments, auch wenn alles Lüge ist. „Ich bin die einzige Wirklichkeit, die ich anerkenne“ rufend, und dabei so todunglücklich und eine Heimat ersehnend, die es nicht mehr geben wird seit dem Auszug aus dem Kinderparadies vor xtausend Jahren. Ich bin dafür. Kein Makel. Eine Wirklichkeit, die sich behauptet.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Rote Rosen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert