Selten genug

An Freunden interessiert mich (wie an anderen auch), an welchem Punkt sie nicht mehr zuhören. Ich bemerke es am Blick – er geht ins Ungefähre oder bleibt verfälscht erhalten. Überdruß dann darin oder Hilferufen. Ja, wir leben in etwas angespannter Zeit, das versteht sich. Aber ist es derart wichtig, daß wir allesamt einer Meinung sind? Immer noch Krieg? Wer denn gegen wen? Und wo soll ich hin? Wir werden sehen. Wir werden sehen, heißt: später wissen wir gemeinsam mehr. Ich verlasse mich darauf. An mir interessiert mich, an welchem Punkt ich nicht mehr zuhöre. Bemerke ich es am Blick – nein. Ich spüre es daran, daß ich eingreifen möchte. Meistens sage ich nichts, da die anderen so schön einer Meinung sind. Auch das läßt sich genießen.


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