Wirkliches Wissen, das an Weisheit langt (berühren), wird in allen Religionen und Wissenssystemen vor unbefugtem Zugriff geschützt. Die heiligen Schriften lassen sich lesen, aber nicht ohne weiteres verstehen. Die Künste der Wissenschaften lassen sich ausüben, doch nicht immer zum Heil derer, denen sie gelten. Wo Menschen walten, gibt es keinen Automatismus. Daß der nun ersehnt zu werden scheint, sagt mehr über die, die ihn herbeizuführen trachten, als über den Automatismus. Es wird mechanistisch, reduktionistisch oder technizistisch gedacht. Als sei ein menschlicher Organismus gleichsam zu programmieren, edukatorisch oder biochemisch. Daß Menschen mehr sind als Reiz-Reaktions-Apparate oder behaviouristische Funktionspuppen, wird ad acta gelegt, zu den Historien. Die, die so reden oder handeln, kennen vielleicht sich selbst nicht gut, denke ich und empfinde mit. Wissenschaft soll es richten, höre ich – aber welche und wen oder was und wie und warum … Ich zitiere meinen Biologie-Lehrer: Die Frage nach dem Warum ist naturwissenschaftlich nicht zu beantworten.
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