Ich laufe hier so herum und erledige ein paar Aufgaben: Socken nach Paaren sortieren, Bücherstapel abtragen und die einzelnen Exemplare zurück ins Regal stellen, jedes an seinen Platz, dazu viel Milchkaffee trinken und neue Songs der Counting Crows hören. The Tall Grass, darin die Verse: „There are some of us get broken when we’re children / And you never get it back once that is gone“.
Ich stehe auf dem Balkon des in den Zedernwald gebauten Holzhauses und spreche mit meiner kanadischen Tante, die ich das erste Mal besuche. Ihr Mann lebt noch und diskutiert mit mir nachts den Zusammenhang von Mystik und Neuer Physik. Er empfiehlt mir Michael Talbot und hat ebenfalls Fritjof Capra gelesen, liebt das Phantastische und kann schwärmen wie ein kleiner Junge. Ein falsches Weltbild muß umgestoßen werden, wir leben in der Wendezeit.
Auf dem Balkon höre ich über Kopfhörer Weather Report und Al Di Meola, lese Diktate über Sterben und Tod von Peter Noll. Ich bin neunzehn Jahre alt und habe seit kurzem das Abitur. Zur Belohnung bin ich in Kanada und besuche die zahlreichen Verwandten. Meine Tante sagt plötzlich, während wir uns auf dem Balkon zwischen den Zedern unterhalten: Dich haben sie aber noch nicht kleingekriegt.
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