Sünde

Noch jedes Jahr wieder nehme ich mir vor, diesen Sommer nun endlich einmal ganz und gar und vollständig aufzusaugen und zu leben und keine Sekunde zu vergessen, daß jetzt Sommer ist und also das Leben stattfindet und ich in ihm bin, voll und ganz. Und noch jedesmal und Jahr scheitere ich am Sommer, weil ich ihn zu dramatisch nehme, wie ich vermute, zu melodramatisch, zu pathetisch, zu entscheidend. Nun geht erneut ein Sommer und bleibt als Erinnerung an dies und das, und wie all die Sommer zuvor ist mir, als hätte ich ihn geschwänzt.


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