Nicht alle haben gleichzeitig Platz auf der Bühne

Das läßt sich noch ausführen: alles Erlebte, Erfahrene und Erlittene mündet in die Gegenwart, und gegenwärtig ist der jeweilige Atemzug, die jeweilige Lebensregung. Ob das Vergangene dabei bewußt ist – nein, das kann es nicht. Bewußt ist wenig, denn das Bewußtsein muß sich schonen, dringend. Das Bewußtsein ist die helle Bühne, auf die geschoben ist, was seinen Auftritt haben soll. Wenn aber jemand nur laut genug ruft oder anders zerrt, können selbst Entlegene und Geflüchtete herbeigeschafft werden. Das Verdrängte quillt auch dann nach oben, wenn die Luft rein ist oder niemand auf es schlägt. Das Verdrängte sind die Ratten im Kellergedärm, aber auch Schätze unter den vernagelten Bohlen. In Träumen begegnen mir Geister, manchmal fährt der Wind so überaus hörbar in die Bäume – daran macht sich was fest. Ich bekomme Botschaften, mag sein, aber ich kann sie nicht verstehen. Ich bin noch dumm, ich brauche noch.


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