Früher einmal, vor sage und schreibe zwei Jahrzehnten und ein paar Tagen mehr, war die Welt nicht besser. Was die Welt angeht, sollte man fragen, welche. Meine Welt ist nicht deine, unsere nicht eure – ach, die Erde ist riesig, der Menschen sind viele. Erzähl mir was von Welt, ich werde nicken. Vor zwanzig und ein paar Jahren gab es einen Vorteil, der darin bestand, daß man den verbreiteten Informationen nur unterlag, wenn man eine Zeitung kaufte, Radio hörte oder den Fernseher einschaltete. Wir lebten damals wie heute, kaum anders, nur daß die Informationen länger „draußen“ bleiben konnten oder später eintrafen. Die Probleme, die ein jeder mit sich oder anderen hatte, waren dieselben. Nichts Neues unter der Sonne. Es gab vielleicht (ich bin vorsichtig in der Formulierung) noch nicht diesen Hang oder Zwang zu Aktualität. Man konnte verschlafen sein, und es fiel nicht sonderlich auf. Man kann auch im Jahr jetzt verschlafen sein, ich würde es empfehlen, doch in jedem Fall fällt es auf, wenn jemand nicht weiß, daß ein Bogenschütze in Norwegen gestern ein paar Leute getötet hat.
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