Ich finde, die suchenden Menschen sind die schönen Menschen, denn das Suchen macht sie aufmerksam und hell. Manchmal irrlichtern sie, doch liegt darin kein Makel. Je größer und umfangreicher die Suche, desto stärker das Begehren. Schön sind auch jene, die endlich zu ruhen vermögen. Sie sind unaufgeregt (oder wirken so), spreizen sich nicht, geben Auskunft, wenn man sie fragt. Ihnen scheint die Eitelkeit abhanden gekommen zu sein. Ich formuliere das vorsichtig, da die Selbstbespiegelung dem Menschen innewohnt als Laster und Vermögen.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.