Fehlen und endloses Vermissen

Vergeht der Schmerz? fragt die Tochter ihren Vater, nachdem die Mutter vor wenigen Tagen gestorben ist. Nein, sagt er, er wird zur Seite geschoben, damit man den nächsten Tag noch schafft. – Aber der Schmerz verwandelt sich im Laufe der langen Zeit und wird zu etwas, das schwer zu beschreiben ist. Eine Art fester Besitz, unausreißbar, unzerstörbar. Ein Vermögen, wenn man so will, für das bezahlt worden ist und das noch immer kostet, trotz der langen Zeit und des Abstands, den sie zu versprechen scheint. Keine eiternde Wunde mehr, abgeheilt, schön vernarbt. Man streicht darüber, sanft und zart.


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