Eine Stockung des Verkehrs jährlich kurz vor Weihnacht, ein familiärer und intellektueller Kollaps, ein Wir-wollen-glücklich-sein-oder-endlich-werden-Syndrom, eine Verdichtung, eine Verknappung, ein sich wiederholender Tanz um eine leere Mitte. Das Abendland und die sogenannte westliche Welt sind spirituell erschöpft und richten sich auf an Ritualen, die längst zuvor dem Kommerz geopfert wurden. Ich bin nun schon alt genug, um auf vierzig Jahre Verwüstung zurückzublicken. Das Echte scheint zu verschwinden, deshalb reden sie von Authentizität. Elektrisches Lagerfeuer, elektrischer Kamin, elektrischer Weihnachtsbaum. Ich bin der Sohn einer Mutter, der ich zu danken habe, daß sie mich in sich wachsen ließ, mich beherbergte, mich stillte und mir beibrachte, daß es richtig ist, hinauszugehen in die Welt, fort aus ihrem Bereich. Weihnachten soll man nicht verkitschen, nicht dem Kommerz überlassen. Weihnachten ist eine Sache zwischen Jesus und mir, dem Licht des Lebens, seiner Wiederkehr und meiner Bestimmung, von der ich erst weiß, wenn ich sie lebe, und das in Bescheidenheit und Demut.
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