Wie primitiv über psychoaktive Substanzen gedacht wird. Vorurteilskritik. Psilocybin etwa. Black Box, Staffel 1 (es gibt nur eine), Folge 6, „Verwundete Seelen“. Da wird einem Sterbenden gestattet, ein Halluzinogen einzunehmen, und die Mediziner tuscheln und kritteln herum wie Unwissende – als sei dem Teufel eine Tür, wenn nicht gleich ein ganzes Tor geöffnet worden. Gibt es zur Wirksamkeit denn Studien? fragt jemand aus dem Stab der behandelnden Ärzte aufgeregt. Ich sehe die Serie nur wegen Kelly Reilly, die ich seit Yellowstone in mein Herz geschlossen habe. Sie spielt hier die Neurologin Catherine Black, die unter einer bipolaren Störung leidet und sich medikamentös stabil halten läßt. Ihr fehlen die Zustände der Entrückung, die „Manien“, sie sehnt sich nach spirituellen Erfahrungen, nach einem Außer-sich-Sein – anders als ihre Kollegen, die nur im Spaß von oder über „Gott“ reden können und keinerlei Vorstellung damit verbinden.
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