Farben und Formen

Manchmal bin ich zu schnell – doch ich meine zu hören und zu lesen, daß die Anspannung wegen C weicht. Ich bekomme von Pocket, einem Service von Firefox, Artikel zu Marc Aurel geboten, die „Sorge um sich“, dazu zwei Beiträge über Verschwörungstheorien und einen über „Forscher in der Antarktis mit Corona infiziert“. Ansonsten das Übliche, nur jeweils neu. Jedoch dies: „Nahtoderfahrung verändert das Leben eines Kenzingers“ (SWR aktuell). Kenzingen liegt im nördlichen Breisgau nahe Emmendingen. Vinzenz Hensle, Pferdehofbesitzer und Nebenerwerbswinzer, malt seit einem schweren Unfall Bilder, um seine Nahtoderfahrung darzustellen und anderen sichtbar zu machen. Der Unfall ereignete sich, als er an einer Böschung mit dem Traktor Gras für seine Pferde mähen wollte, der Traktor sich überschlug und ihm Brustkorb und Lunge quetschte. „Der Mann, der nie zuvor einen Pinsel in der Hand hielt, malt jetzt Bilder vom Jenseits“, heißt es in dem Bericht. Die Gemälde von Vinzenz Hensle sind unverkäuflich.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Farben und Formen

Ein Gedanke zu „Farben und Formen“

  1. cornelius schreibt:

    Hallo Holger,
    vorab einen herzlichen Dank Ufer deinen blog Texte und Tage.
    Der vorausgehende Blogartikel eignet sich hervorragend für eine „flash fiction“ Geschichte, eine Literaturform die in Deutschland aber auch Frankreich noch weitgehend unbekannt ist.

    Im Zusammenhang :

    Vor kurzem bin bei „zeit online“ auf einen Artikel über das Sterben von Sprachen gestossen.
    https://www.zeit.de/wissen/2022-01/studie-sprache-bedrohung-aussterben?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

    Als ein Grund werden Strassen für das Sprachensterben verantwortlich gemacht.
    „Je mehr Straßen, desto höher das Risiko“
    So gesehen ist es um die deutsche Sprache im Land der Autobahnen nicht gut bestellt.

    Weitaus tiefsinniger befasst sich der amerikanische Schriftsteller Cormac McCarthy mit der Sprache in einem Essay.

    https://nautil.us/issue/47/consciousness/the-kekul-problem

    „Erfüllt die Sprache ein Bedürfnis? Nein. Die anderen mehr als fünftausend Säugetiere unter uns kommen auch ohne sie aus.“

    In diesem Sinne willkommen im Jahr 2022, Grüsse aus Frankreich von Cornelius

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert