Daß diese Zivilisation angesichts der aktuellen Krise geistig nichts zu bieten hat, mag stimmen, sofern man sich an den „Quantitätsmedien“ (beschuldigt nicht mich) orientiert. Daß sie zuzusetzen hat, ist gewiß. Die mediale Repräsentation von Wirklichkeit verleitet jedoch dazu, diese Präsentation für wirklich zu nehmen. Man wird pessimistisch, endlich sieht man schwarz. Dabei gibt es ein Wissen in Hülle und Fülle, das lehren hilft, wie man mit schwierigen Situationen umgehen und in ihnen verfahren kann. Die große Lehrmeisterin des Lebens ist die Natur. Mit ihr müssen wir stets ins Einvernehmen kommen, sonst sind wir verloren. In den letzten Monaten wurde der Versuch unternommen, sämtliche Ansätze, die Möglichkeiten einer alternativen Heilkunde erkunden und praktizieren, zu desavouieren und im Handstreich aktueller Krisenbewältigung gleich ganz vom Tisch zu wischen. Als sei für Pharmazie und „Schulmedizin“ nun der Augenblick des Großreinemachens gekommen. Fort mit den Globulis und Eso-Spinnern und der ganzen Mischpoke, die nicht den gesicherten Lehren von einer Ursache und deren Wirkung Folge leisten. Aber der Parademarsch der Giganten wird ausfallen müssen. Sie stolpern ja über ihre eigenen Füße. – Was mich an meinem Platz neben der Garderobe interessiert, ist die Hybris, die die Mächtigen befällt, wenn sie glauben, einen schnellen und geraden Durchmarschweg ermittelt zu haben.
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