Schwer atmend spreche ich über

Deutschland offiziell politisch möchte das Virus wegimpfen. Die Deutschen sind langsam, aber gründlich. Dafür sind sie berühmt und berüchtigt. Haben sie sich zu etwas entschlossen und einen solchen Entschluß gemeinschaftlich beschlossen, kann sie nichts mehr halten. Zur Not gegen die ganze Welt oder entgegen der Vernunft, die die umgebenden Staaten anwenden, die ähnliche Schwierigkeiten haben, aber elastischer und schneller zu reagieren vermögen, auch umschwenken können. Nicht so Deutschland, nun neben Österreich und Italien dasjenige Land des freien und demokratischen Westens, der europäischen Werte-Union, das die härtesten und restriktivsten Maßnahmen in der Pandemie beschließen möchte – und in anderen Bereichen bereits beschlossen hat. Derart entschlossen mittlerweile, daß auch Logik oder Einsicht in mangelnde Praktikabilität der geplanten Bürgerpflichten nichts mehr ausrichten können. Die Garde marschiert. Wir haben hier, aus meiner Sicht, ein Mentalitätsproblem vorliegen. Deutsche leugnen Wirklichkeit, wenn sie erst einmal meinen, gründlich Bescheid zu wissen. Der Feind (das Virus) zieht gerade ab, nur Österreich und Deutschland schießen ihm noch hinterher. Ich bin Teil dieses Landes und lebe neben solchen Leuten. Ich kenne sie fast besser als mich selbst. Ich fürchte sie manchmal. Dann tröste ich mich und sage mir, daß sie es nicht böse meinen, sondern nur gut machen wollen. Ich will es glauben, aber in meinem Herzen und in meinem Hirn geht alles auf Alarm. Nicht schon wieder! lautet die Bitte, die Sendung, das Gebet. Laßt, bitte, „den Feind“ abziehen, beendet „den Krieg“.


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