Lowry lesen

Erzählungen von Malcolm Lowry. Er läßt mich seinen Figuren nahe sein, ich kenne den betäubenden Schmerz der Sinnlosigkeit. Eine Art Dauerschmerz, unterbrochen durch Anflüge eines zersetzenden Humors und Augenblicke zerbrechlicher und gefährdeter Schönheit. Das bittere Wissen, daß nichts helfen wird gegen die entsetzliche Langeweile, die von dem leeren Getöse geschäftiger Mitbürger ausgeht. Ohne Aussicht, diesem Wissen zu entkommen – es sei denn, man bekehrte sich zur Demut und hörte auf, mit dem Verstand an den Gitterstäben zu rütteln, die er in seinem Hochmut hat installieren lassen, um sich zu schützen vor dem Andrang des nackten, „sinnlosen“ Lebens. Man muß wieder Kind werden, obwohl das nicht geht.


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