Überirdisch unterirdisch

Die warmen und ermutigenden Lichter aus den Wohnungen der Geschmackvollen und Gebildeten. Nachts läßt sich daran vorbeigehen und staunen. Bücherregale. Küchen mit Anspruch. Eßzimmer im Kerzenlicht. Herrlich muß es sein. Dahin will man streben. Aber es kostet. Ich war einundzwanzig und fuhr überirdisch U-Bahn in Hamburg und sah mir das an, diese Fenster, diese Lichter, diese Versprechen.

Nachtrag: Und da ich so jung war, fragte ich mich, ob die Leute, die dort wohnten, wo die warmen Lichter waren, die Bücher, die dort in den Regalmetern standen, auch angeschaut hatten, vielleicht sogar gelesen und einiges darin verstanden. So mußten sie doch verändert sein: mehr wissen, schärfer und genauer denken, entschiedener und überzeugender handeln.


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