Sich um Kopf und Kragen

Ich sehe die Serie The Affair mit Gewinn. Eben sagt der Schriftsteller zu der Geliebten, die er heiraten möchte, nachdem er seine Familie verlassen hat (Ehefrau und vier Kinder): „Ich hatte immer Angst davor, was andere über mich denken. Aber damit bin ich endgültig durch. – Ich will mein Leben von vorn anfangen – mir dir! – Also, wenn du dazu nicht bereit bist, dann, um Gottes Willen, sei ehrlich und sag es mir.“ Während der Schriftsteller spricht, bemerkt er nicht, wie sehr er lediglich Wunschpropaganda sendet, bemerkt auch nicht, daß hier jedes Wort zuviel ist, genießt nur den Rausch augenblicklichen Überzeugtseins und folgt dem Schwung großtönender Worte über den eigenen Zweifel hinweg.


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