Wie ernst es jemand mit der Freiheit meint, läßt sich erkennen, wenn einer sich lösen möchte und fortbewegt aus der Einflußsphäre und der zeitgetakteten Kontrolle (Aufsicht) eines bedeutend Anderen. Wo warst du? Was hast du gemacht? Warum kommst du erst jetzt? Fragerecht. Mißtrauensbekundungen. Vertrauen ist gut, Kontrolle besser? Wohin soll das? Ich habe Fragezeichen eingekauft, sie sind nicht so teuer, wie ich dachte. Da werden Pflichten eingefordert, wird an Verpflichtungen erinnert. Denn das Eine hat den Preis des Anderen, und so unendlich fort. Das leuchtet den Menschen ein, selbst wenn es nicht leuchtet, sondern nur noch glimmt. Sie fürchten die Freiheit, ich bin mir gewiß, und wenn sie sie nicht fürchten, wäre es ihnen lieb, sie fiele mild aus und verwüstete nicht. Freiheit lüftet, das ist gut. Absolut ergibt sie keinen Sinn. Sie antwortet auf Zwang und Sinnlosigkeit. Institutionell ist sie unverzichtbar, sonst erwürgen uns die Ansprüche der Mächtigen von links und rechts und aus der Mitte und von oben und unten.
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